Die Bastelecke

Willkommen zum Grollbringer Mal-Tutorial für Neueinsteiger
Am Anfang können die ersten Schritte erschlagend sein. Denn die Bereiche Bemalung und Bau der Miniaturen sind ebenso komplex wie die verschiedenen Regeln der Spielsysteme. Auch finanziell können schnell gefühlte, unüberwindbare Hürden vor einem stehen. Also lass uns doch einfach mal schauen, welche Sachen du vielleicht bereits hast, die du für dein neues Hobby brauchst.
Sollte dir aber doch die eine oder andere Sache fehlen, werde ich zu den genannten Farben oder Werkzeugen einen Link bereitstellen, sodass du sie dir bestellen kannst.
Ich selbst war damals 15 Jahre alt, als ich mit dem Bemalen von Miniaturen und Warhammer-Fantasy begann. Dementsprechend war ich finanziell nicht wirklich gut aufgestellt, um mir mit einem Schwung alle Materialien, Farben, Werkzeuge zuzulegen. Deswegen ist es mir heute eine besondere Herzensangelegenheit, gerade Schülern, Auszubildenden oder weshalb auch immer finanziell nicht so starken Neueinsteigern einen Weg aufzuweisen, mit kleinen Schritten in diesem wunderbaren Hobby ihren Weg zu beginnen.
Zuerst brauchen wir einen Ort, an dem wir in Zukunft arbeiten können, wo wir unseren Miniaturen mit etwas Farbe das Leben einhauchen. Das kann eine alte Werkbank im Keller sein oder ein kleiner, stabiler Klapptisch. Ich selbst hatte damals eine Holzplatte mit den ungefähren Maßen von 40 x 50 cm, auf der ich meine ersten kleinen Projekte bemalte. Dies ermöglichte es mir, wenn ich gerade nicht am Basteln war, meinen gesamten Arbeitsplatz auf dem Schrank zu verstauen. Habt ihr aber einen Tisch, holt euch eine schnittfeste Unterlage, um eure Tischplatte zu schonen.
Um jetzt etwas Licht ins Dunkel zu bringen, nahm ich mir damals meine alte Schreibtischlampe, die ich noch im Keller stehen hatte. Diese schaute mir bei meinen ersten Figuren über die Schulter. Ich empfehle auch dir, immer für ausreichend Licht an deinem Arbeitsplatz zu sorgen. Denn nichts ist ärgerlicher, als wenn sich die Lichtverhältnisse verbessern und man sieht, welche Details man vielleicht übermalt oder übersehen hat.
Zum Glück hatte ich noch ein paar alte Pinsel aus der Schulzeit herumliegen.
So zog ich aus, in einem kleinen Heim und Hobbyladen, wo ich mich über Pinsel und ihre Arten unterweisen ließ. Seitdem bevorzuge ich gerne Pinsel mit Rotmarder Haaren. Sicherlich gibt es auch synthetische Pinsel, die heute gut performen, aber diese Glaubensfrage möchte ich hier heute nicht aufwerfen.
Zum Reinigen der Haarigengesellen benutze ich bis heute ein altes Küchentuch aus Baumwolle. Bevor ich meine Pinsel im Wasser reinige, ziehe ich die Pinselspitze zwischen Daumen und Zeigefinger ab, sodass die Restfarbe erst im Tuch verbleibt. Erst dann spüle ich in einem alten Glas die restliche Farbe aus dem Pinsel. Dies sorgt dafür, dass ich das Wasser nicht zu oft wechseln muss. Sicherlich findest auch du noch ein altes Glas, vom Kochen, oder einer Duftkerze, was ausgewaschen dir gute Dienste leisten wird. Als Tuch kannst du auch ein Stück Zewa nehmen, solltest du nichts anderes zu Hand haben.
Aber auch Schnittwerkzeuge sind für uns von essenzieller Bedeutung. Um unser Budget aber gerade am Anfang gering zu halten, empfehle ich dir ein kleines Bastelcuttermesser. Hier aber kaufe bitte nicht zu billig. Denn sitz die Klinge nicht richtig auf dem vorgesehenen Sockel, kann man sich auch schnell verletzen. Später kannst du dir immer noch einen kleinen Seitenschneider zulegen, der einem das Trennen der Teile aus dem Gussrahmen doch erheblich erleichtern kann. Aber warum jetzt das kleine Cuttermesser und nicht gleich den Seitenschneider? Fragst du dich vielleicht zurecht.
Die kleine Klinge hat mehrere Vorteile als die Zange. Mit ihr können wir sauber schneiden und trennen, aber auch entgraten, was mit einer Zange nicht möglich ist. Wenn du jetzt noch eine feinkörnige kleine Sandfeile auftreiben kannst, haben wir fast alles zusammen.
Zum Schluss bleibt uns nur noch die Nasspalette. Diese dient dafür, deine Farben lange frisch zu halten, um sie zu verarbeiten. Dies würde jetzt den Preis für den Anfang sehr in die Höhe treiben. Trotzdem solltest du auf diese nicht verzichten! Wie du dir also deine eigene Nasspalette baust, kannst du in diesem Blog-Beitrag lesen.
Im zweiten Teil widmen wir uns gemeinsam dem Thema Farbe und Grundierung













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